Programm

Im Rahmen seines Studentenaustauschprogramms mit ausgewählten Hochschulen in den USA und Deutschland ermöglicht der Verband jährlich etwa 25 amerikanischen und 25 deutschen Studierenden ein Studienjahr im jeweiligen Gastland. Die amerikanischen Studenten erhalten ein Stipendium des Verbands und werden von einem der lokalen Clubs "adoptiert". Die deutschen Studenten erhalten attraktive Undergraduate- und Graduate-Stipendien (z.T. in Verbindung mit Teaching Assistantships) an ausgewählten Universitäten in den USA. Nutzen Sie Ihre Chance: Werden Sie zu einem "Cultural Ambassador"!

Bilateraler Austausch seit 1957

Das Studentenaustauschprogramm des Verbandes der deutsch - amerikanischen Clubs wurde 1957 gegründet. Der Verband hat sich die Pflege freundschaftlicher Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika zur Aufgabe gestellt. Schon seit den Anfängen der Verbandsgeschichte 1947 war das Bedürfnis entstanden, neben den persönlichen Kontakten zwischen Deutschen und Amerikanern, eine Institution zu schaffen, welche die deutsch-amerikanische Freundschaft stärker in der Gesellschaft verankert.

So entwickelte sich das Austauschprogramm unter dem Motto „Eine Brücke über den Ozean „ aus bescheidenen Anfängen zum größten privaten Studentenaustauschprogramm in Deutschland. Fast 2700 deutsche und amerikanische Stipendiaten haben seither an dem Programm teilgenommen. Jährlich können 25 deutsche Studenten und im Gegenzug rund 24 amerikanische Studenten gefördert werden. Im Lauf der Zeit wurden Verträge mit momentan 19 Partneruniversitäten in den USA geschlossen, die den Studentenaustausch auf Gegenseitigkeit regeln.

Stipendienmodell

Die deutschen Studenten erhalten von den amerikanischen Partneruniversitäten ein Stipendium, das im Allgemeinen den Erlass der Studiengebühren und einen kleinen Beitrag zum Lebensunterhalt umfasst. Im Gegenzug erhalten die von den amerikanischen Partneruniversitäten vorgeschlagenen amerikanischen Studenten ein Stipendium des Verbandes für ihre Zeit in Deutschland.

Die Stipendienleistung für die amerikanischen Studierenden und die Kosten für die Studentenseminare werden durch Spenden und Fördermittel finanziert. Die VDAC Mitgliederclubs sind seit über 55 Jahren die Hauptfinanzierer des Austauschprogramms. Sie organisieren Fundraising Events und sammeln Spenden bei den eigenen Mitgliedern. Darüber hinaus fördern einige Bundesländer den VDAC Studentenaustausch zusätzlich mit einem Voll- oder Teilstipendium.

Die gesamte Arbeit zur Organisation und Betreuung des Austauschprogramms auf Verbandsebene und in den Clubs geschieht ausschließlich ehrenamtlich.

Stipendienleistung

Die amerikanischen Austauschstudierenden erhalten eine Stipendienzahlung von 6000.- € für ein Studienjahr (in 10 Monatsraten) und eine Bahncard 50. Zusätzlich haben sie die Möglichkeit während des Austauschjahres an mehreren Seminaren zu kulturellen und politischen Themen teilzunehmen, die der VDAC in verschiedenen Orten in Deutschland veranstaltet.

Für deutsche Studierende vermittelt der VDAC Stipendien unserer Partneruniversitäten in den USA. Das Stipendium wird von der amerikanischen Universität zur Verfügung gestellt und beinhaltet die Befreiung von den  Studiengebühren. Der Wert eines solchen Stipendiums entspricht je nach Universität bis zu 30.000 US-Dollar. Zusätzlich kann je nach College/Universität ein Beitrag zu den Lebenshaltungskosten bis hin zu freier Kost und Logis gewährt werden. Grundsätzlich sollte davon ausgegangen werden, dass die Lebenshaltungskosten, besonders die  Kosten für die Wohnung, in den USA höher sind als  in Deutschland..

Bei Graduate-Studenten kann mit dem Stipendium eine bezahlte Assistententätigkeit verbunden sein. Die Mitarbeit im German Department oder German/International House bzw. Club wird erwartet.

Die Reisekosten müssen selbst übernommen werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, sich beim Akademischen Auslandsamt rechtzeitig (bis Januar ) um ein Reisestipendium der Fulbright-Kommission zu bewerben.

Betreuung und Seminare

Eine wichtige Besonderheit unseres Verbandsprogramms ist die persönliche Betreuung auf deutscher wie auf amerikanischer Seite.

Den größten Anteil daran haben auf deutscher Seite die „Local Chairpersons" als Vertreter der örtlichen Clubs, die sich auf vielfältige Weise um die Belange der amerikanischen Studenten kümmern, angefangen beim Empfang in Deutschland, Hilfe bei der Wohnraumbeschaffung, bei den erforderlichen Behördengängen, der Vermittlung von Studienberatung oder Sprachkursen,  und vieles mehr bis hin zur ganzjährigen persönlichen Betreuung. Die Austauschstudenten sind auch gern gesehene Gäste bei Clubveranstaltungen.

Die deutschen Studenten genießen die Vorzüge unseres „Netzwerks". Sie kommen schon vor ihrer Abreise in die USA  in Kontakt mit ihren Vorgängern an ihrer künftigen Universität  und erhalten so wertvolle Informationen und Hilfe.

Auf einem Orientierungsseminar im Juni vor ihrer Abreise lernen sie zudem die amerikanischen Stipendiaten persönlich kennen. Auch hier entwickeln sich Verbindungen, die für das kommende Jahr wertvoll sind.

Im Gegenzug sind die deutschen Studenten schon während des Bewerbungsjahres und nach ihrer Rückkehr gefordert, den amerikanischen Studenten, die ihr Auslandsjahr hier verbringen, so viel wie möglich behilflich zu sein, hauptsächlich vor Ort an den Universitäten.

Jährlich fünf Seminare für die amerikanischen Studenten sowie für die Bewerber und die Rückkehrer sollen der Kontaktpflege, der Vermittlung kultureller und politischer Inhalte, dem Kennenlernen von Land und Leuten sowie der Pflege des Verbandsbewusstseins dienen.

Hierbei kommt  dem Club der ehemaligen Austauschstudenten (VDAC Alumni e.V.) eine wichtige Funktion zu. Dessen Mitglieder engagieren sich bei den Seminaren und unterstützen die Ziele des Verbandes auf vielfältige Weise.