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| Die Entwicklung des Verbands |
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Dank des unermüdlichen Einsatzes von Merle Potter, nunmehr Major und Berater in Angelegenheiten für deutsch-amerikanische Beziehungen beim Chef des Stabes, OMGUS, in Berlin, unterstützt von aufgeschlossenen Deutschen, waren bald zwölf Deutsch-Amerikanische Diskussionsclubs gegründet, es waren nur Herrenclubs. Major Potter rief Vertreter dieser Clubs zu einer ersten Konferenz vom 23.-25. September 1947 nach Heidelberg zusammen, um die bei der Gründung der Clubs gemachten Erfahrungen und Schwierigkeiten zu besprechen. Ein Telegramm von General Clay wurde verlesen, das die Aufgabe und Stellung dieser Clubs mit folgenden Worten beschrieb: "Die Demokratie kann nur durch Freundschaft, Verständigung und uneingeschränkte Diskussion wachsen, und die Militärregierung billigt, daß sich amerikanische und deutsche führende Persönlichkeiten in zwanglosen, geselligen Zusammenkünften treffen." (Die Gründung eines Clubs bedurfte der Genehmigung der Militärregierung.) Die Delegierten besprachen die Aufstellung von Arbeitsplänen, verschiedene Clubtätigkeiten, die Einbeziehung von Deutschen bei der Ernennung der zweiten Clubvorsitzenden, Finanzfragen, und "ob es ratsam sei, die Clubs für Frauen zugänglich zu machen" (sic), was bejaht wurde. Es waren nämlich schon einige Deutsch-Amerikanische Frauenclubs gegründet worden. Die Delegierten erwogen sehr eingehend die Bildung eines Verbandes und beschlossen, regelmäßig zusammenzukommen. Zum Vorsitzenden der nächsten Versammlung wurde Captain Chester S. Wright von der Militärregierung in Bamberg gewählt. Zu dieser zweiten Konferenz am 25. und 26. Juni 1948 in Bad Kissingen entsandten 17 Clubs, darunter zwei Frauenclubs, ihre Vertreter. Major Potter sprach im Namen von General Clay, der die Bildung eines Verbandes Nach sehr langer Beratung wurde die Bildung eines Verbandes beschlossen, in dem jedoch die Clubs ihre Unabhängigkeit bewahrten. Eine Verfassung wurde angenommen und ein fünfköpfiger Vorstand, bestehend aus drei Amerikanern und zwei Deutschen, gewählt. Präsident der neugegründeten "FEDERATION OF GERMAN-AMERICAN SOCIAL DISCUSSION CLUBS" war Mr. Chester S. Wright (München Men's Club). Das war die eigentliche Geburtsstunde unseres Verbandes. Sie fiel auf den Tag genau zusammen mit dem Beginn der Luftbrücke, mit der General Clay die sowjetische Blockade Berlins überwand! Sechs Monate später, am 15. November 1948,wurde in Coburg die erste Versammlung des Verbandes einberufen! Die Delegierten berichteten über die Tätigkeit ihrer Clubs. Die meisten klagten über wachsende Schwierigkeiten, amerikanische Mitglieder zu gewinnen. Nürnberg stellte deshalb anderen Clubs Filme zur Mitgliederwerbung zur Verfügung. Eine neue Vorstandschaft wurde gewählt, und eine Frau, Mrs. Fullmer (Präsidentin des Deutsch-Amerikanischen Frauenclubs München), wurde 2. Verbandspräsidentin. Die nächste Tagung, am 23.-24. Mal 1949 in München, war sehr bedeutsam. Es wurde nämlich beschlossen, den etwas schwerfälligen Namen der Organisation in "FEDERATION OFGERMAN-AMERICAN CLUBS" (Verband Deutsch-Amerikanischer Clubs) umzuändern. Richtlinien für den Verband wurden aufgestellt, die ermöglichten, daß die Clubs Der damals einjährige Verband hat damit seine überregionale Tätigkeit aufgenommen und sie in all den folgenden Jahren konsequent verbessert und weiter ausgebaut. Auch diese Tagung fiel zusammen mit einem Ereignis, das So wurde bei der nächsten Versammlung des Verbandes, im November 1949 in Wiesbaden, die Satzung dahingehend geändert, daß als höchste Autorität an Stelle der "Regulations of Military Government" die "Regulations of the Office of the High Commissioner for Germany" treten sollten. Außerdem wurde beschlossen, anstelle der Aufnahmegebühr Beiträge von den Clubs zu erheben. Das Nachrichtenblatt sollte nicht nur in Englisch, sondern auch Deutsch abgefaßt werden. Die Clubdelegierten berichteten über eine wachsende Anzahl von Unternehmungen, die hauptsächlich der Linderung der damals noch herrschenden Not dienten. Die Tagung 1951 in Heidelberg paßte die Satzung weiter der sich wandelnden Situation an und strich überholte Bestimmungen, wonach die Mitgliedschaft im Verband beschränkt war auf Clubs, die mit Genehmigung der US-Militärregierung gegründet wurden, sowie die Unterwerfung unter die "Regulations of the Office of the High Commissioner". Der Verband verstand sich nun als unabhängige, private Organisation; Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in ihm war lediglich, daß das Hauptziel eines Clubs die Förderung der deutsch-amerikanischen Verständigung war. Die Versammlung wählte auch zum ersten Mal eine Deutsche, Frau Tilly Grimminger, Stuttgart, und zum dritten Male eine Frau zur Verbandspräsidentin. Das ist nicht verwunderlich, denn seit 1950 bestand der Verband überwiegend aus Frauenclubs! Dieses Bild änderte sich erst gegen Ende der siebziger Jahre, als mehr Familienclubs gegründet wurden und dem Verband beitraten. |



